To Do Listen - Trend oder durchaus sinnvoll?

Vermerkt bekommt man den Eindruck sie tauchen plötzlich überall auf. Jeder scheint sie zu nutzen. Das Angebot ist schier unendlich und sogar jeder stinknormale Terminplaner hat sie mittlerweile integriert.

Die Rede ist von sogenannten TODO-Listen.

Was hat es damit auf sich? Sind sie nur ein Trend oder ein durchaus nützliches Gadget?

Kleiner Spoiler vorweg, ich bin ein absoluter Fan von ToDo-Listen und aus meinem Alltag, wären sie partout nicht mehr wegzudenken. Aber mehr dazu später.

Es gibt diejenigen, die Dinge spontan nach Lust und Laune erledigen. Einige mögen damit zurechtkommen. Häufig ist es jedoch so, dass man von Zeit zu Zeit die Erfahrung macht, dass man Dinge vergessen hat. Manchmal kann man diese Dinge ohne jegliche Einbußen spontan noch in den Tag einschieben. Häufig aber klappt das nicht! Entweder man muss dafür etwas anderes verschieben (wenn die Erledigung dringlich ist), oder man lagert sie auf den nachten Tag aus (wenn die Erledigung weniger dringlich ist). Dabei hätte diese Situation locker vermieden werden können, wenn man sie von Anfang an in den Tag eingeplant hätte, da theoretisch genügend Zeit zur Verfügung gestanden hätte.

Dann gibt es da noch diejenigen, die einen Plan ihres Tages im Kopf haben, diesen aber nicht schriftlich fixieren. Zu dieser Gruppe habe ich auch eine lange Zeit gezählt. Meiner Erfahrung nach geht das nur so lange gut, bis die Kategorisierung der verschiedenen Aufgabenbereiche eine gewisse Anzahl erreicht hat. Ein kleines Beispiel dazu: Als ich „nur“ studiert habe und meine ToDos daraus bestanden meinen Kram für die Uni (Abgaben, Seminare….) zu erledigen und meinen Nebenjob zu erfüllen, ging das gut. Ich hatte quasi nur die Kategorien „Uni“ und „Arbeit“.

Mit der Zeit kamen jedoch weitere hinzu, bzw. haben sich bestehende verändert. Ich hatte plötzlich die Kategorien „Arbeit“, „Referendariat“, „Nebenjob“ und nebenbei einen „Haushalt“, da ich nicht mehr alleine wohnte und mich diesbezüglich nicht mehr nur meine Bedürfnisse zählten, sondern gewisse Absprachen eingehalten werden mussten (Wenn ich z.B. sage, dass ich einkaufen gehe, verlässt sich jemand darauf. Im Gegensatz zu früher, bin ich dahingehend also verpflichteter.). Zudem habe ich durch weniger Freizeit gemerkt, dass zunehmend auch „Termine/Verabredungen“ als Kategorie hinzukamen, da aufgrund einer weniger flexiblen Zeiteinteilung, diese zunehmend terminiert werden mussten.

Ihr seht, aus zwei Kategorien wurden schnell fünf. Damit einhergehend bemerkte ich, dass mein Gehirn zwar alles auf dem Schirm hatte, es jedoch zunehmend schwer viel, nichts wichtiges mehr zu vergessen. Ich begann meine ToDo Listen schriftlich zu fixieren.

Wichtig ist also, dass du dir bewusst machst, ob in deinem Leben ToDo Listen notwendig sind. Dies ist stark Typ und Alltagsabhängig, wie die Erklärung gezeigt hat. Wenn es dich zusätzlich stresst, dann lass es! ToDo Listen sind zwar im Trend und das meiner Meinung nach auch tatsächlich zu Recht, da unser Leben immer hektischer und gesellschaftlich bedingt terminierter zu werden scheint, jedoch besteht keine Notwendigkeit welche zu führen. Hast du selber wenige Verpflichtungen oder überschaubare Kategorien, dann ist dein Gehirn durchaus in der Lage, deinen Tag ohne eine schriftlich fixierte Liste zu managen.

Entscheidest du dich dafür, mit ToDo Listen zu arbeiten, empfiehlt es sich Kategorien anzulegen und diese zu priorisieren. Das bedeutet, dass du dir verdeutlichst, welche Dinge am Wichtigsten und Dringlichsten sind. Diese Dinge haben die oberste Priorität. Dinge die weniger wichtig und weniger dringlich sind, können notfalls auch verschoben werden, da sie eine weniger hohe Priorität aufweisen.