Neujahrsvorsätze

Ein neues Jahr - ein neuer Anfang. 2021 fange ich an, meine Diät durchzuziehen. Ab 2021 mache ich regelmäßig Sport. Im Jahr 2021 bekomme ich endlich den Arsch hoch und organisiere mein Leben. 2021 wird mein Karrierejahr. 2021 werde ich die Liebe meines Lebens finden.

Na, wer von euch findet sich in mindestens einem dieser Punkt wieder? Wer hatte nicht auch schonmal solche Vorsätze?

Das miese an den Neujahrsvorsätzen ist jedoch, dass sie in der Regel meistens in der ersten Woche oder aber im ersten Monat nach Beginn des neuen Jahres langsam ins Schwanken geraten. Sei es aus nun doch mangelnder Motivation, aus alten Gewohnheiten und Routinen, die du einfach nicht ablegen kannst, sei es auf Grund deines sozialen Umfeldes, das in den alten Mustern verweilt und nicht mitzieht, oder weil dein Kopf dir irgendeinen unüberwindbaren Stein in den Weg legt.

So kann mangelnde Motivation zum Training oder zum frischen und gesunden Kochen dazu führen, dass du lieber die Pizza bestellst, anstatt zum Fitnessstudio zu fahren und danach zu kochen. Hast du jetzt auch noch ein soziales Umfeld, dass diesen Ablauf befürwortet, ist der Vorsatz quasi schon gebrochen, denn sind wir mal ehrlich: Der kalte verregnete Januarsonntag lädt doch geradezu dazu ein, im warmen zu bleiben, zu bestellen und ne Folge einer X-belibigen Serie zusammen mit nem Kumpel oder ner Freundin auf Netflix zu streamen.

Anders würde es aussehen, wenn deine Freunde oder dein Kumpel selbst Sportbegeistert sind und dich bestenfalls noch puschen, wenn du in alte Gewohnheiten zurückfallen möchtest. Deswegen hier mein Tipp Nummer 1: Such dir Gleichgesinnte! Ganz geich ob gute alte Freunde oder entfernte Bekannte, vielleicht sogar ganz neue Kontakte, die den selben Neujahresvorsatz haben, wie du.Das führt dazu, dass du am Ball bleibst. DIe soziale Komponente bei neuen Vorsätzen darf niemals unterschätzt werden. Denn mal ehrlich, es motiviert sich leichter, wenn jemand da ist, der den selben Weg geht und wahrscheinlich sogar die selben Struggles hat wie du.

Mit Routinen und Gewohnheiten verhält es sich ähnlich. Keiner kann erwarten, dass man von heute auf morgen ein neuer Mensch ist, nur weil die Jahreszahl sich geändert hat. Deswegen lies dir gerne einmal meinen Beitrag zum Thema „Mit Gewohnheiten brechen“ durch, um einen Überblick zu erhalten, wie du am besten vorgehen kannst. Entscheidend ist es nämlich realistisch zu bleiben, kleine Schritte zu gehen und so Stück für Stück neue Routinen in das eigene Leben zu integrieren, die irgendwann ganz automatisch die alten ersetzen werden. Mein 2. Tipp für dich lautet also: Beide dabei und gib nicht auf, wenn über Nacht kein Wunder passieren! Veränderung ist ein Prozess und Prozesse brauchen immer ihre Zeit.

Dazu passt auch super Tipp Nummer 3: Sei dir deiner großen Ziele bewusst ABER arbeite ganz bewusst auf kleine Meilensteine hin. Das Erreichen dieser Zwischenetappenziele versetzt dich immer wieder in einen euphorischen Zustand und zeigt dir, dass du auf dem richtigen Weg bist.

Aus eigener Erfahrung rate ich dir dazu, so lächerlich es auch manchmal erscheinen mag, möglichst kleine Steps zu notieren. Das simpelste Beispiel wäre wenn du 10kg abnehmen möchtest. Fokussiere jede Woche 500g. Das schaffst du nicht nur mit einem gesunden Defizit von ca. 300kcal, sondern es ermöglicht dir auch noch, jede Woche einen erfolg zu verzeichnen und einen weiteren Schritt auf dein GROßES ZIEL zugegangen zu sein. Generell empfehle ich dir auch, möglichst konkret bei der Formulierung zu werden. Sag nicht einfach: „Ich möchte mehr Sport machen.“, sondern ruhig: „Ich mache vier mal die Woche Sport.“ (Oder das Pensum, das zu dir und deinem Lebensstil passt :) )

Mein letzter Tip an dich ist: Schreibe dir ToDo-Listen und zwar wirklich! Nicht mental in irgendeiner Schublade deines Kopfes, sondern am Besten handschriftlich auf einen Zettel! Was ist alles notwendig, was musst du machen um deine Ziele