Konfliktsituationen meistern

Jeder kennt sie - Konfliktsituationen.

Akut, emotional, schnelllebig, explosiv.

Dabei gehen wir individuell mit ihnen um. Das ist häufig so, weil wir aufgrund unseres Charakters verschiedene Strategien entwickelt haben.

Die Charakterbildung eines Menschen hat immer auch etwas mit dessen Sozialisation zu tun. Sozialisation meint in diesem Zusammenhang das Umfeld, indem er oder sie aufgewachsen ist. Unser Umfeld, sei es zunächst nur die Familie und mit zunehmendem Alter auch Freunde und Lehrer, prägen unseren Charakter mit.

Hinzukommt, das der mensch durch Imitation lernt. Das heißt er erwirbt im Zuge dieser Sozialisation auch Handlungsmuster, indem er diese bei seinen Mitmenschen beobachtet und nachahmt. In diesem Zusammenhang entwickelt sich auch das primäre Verhalten im Umgang mit Konflikten.

So wird ein Kind, dass z.B. durch die Eltern gelernt hat, dass Konflikte mit Gewalt gelöst werden, mit hoher Wahrscheinlichkeit zunächst auch ein aggressives Verhalten in Konfliktsituationen an den Tag legen.

Im Zuge unserer Sozialisation, lernen wir unterschiedliche Handlungsmuster kennen. Mit zunehmendem Alter sind wir zudem auch in der Lage, unser Verhalten mehr oder weniger zu reflektieren.

An dieser Stelle wird es interessant:

Denn wir beginnen neu zu lernen. Diesmal fokussiert sich unser Gehirn nicht mehr darauf, überhaupt eine Verhaltensweise in Umgang mit Konflikten zu erwerben (wie es in der frühen Kindheit der Fall war), sondern achtet zudem darauf, herauszufiltern, mit welchen Verhaltensweisen wir „Erfolge“ erzielen.

Diese Erfolge können unterschiedlich bewertet werden.

Je nach Charakter kann es für ein Individuum bereits ein Erfolg sein, möglichst „unbeschädigt“ einer Konfliktsituation zu entkommen. Damit meine ich, dass sie psychisch oder aber auch physisch versuchen nicht verletzt zu werden. Dies kann sich in defensiven und abblockendem Verhalten, Fluchtverhalten oder aber starken Entgegenkommen äußern.

Andere Individuen hingegen, betrachten es erst dann als Erfolg, wenn sie das Gefühl haben „gewonnen“ zu haben. So sind sie eventuell provokativer, offensiver, sturer und potentiell konfliktbereiter.

Allen Verhaltensweisen gemein ist, dass sich hinter ihnen Wertsysteme und Glaubenssätze verbergen (mehr zu den Wertsystemen und den Glaubenssätzen folgt im nächsten Beitrag).

Wie gehen wir aber nun mit Konfliktsituationen um?