• Nadine

Etwas Neues

Mit etwas Neuem zu beginnen, fällt dem Menschen nicht immer einfach. Lass mich dir zwei Szenarien vorstellen, die dir diesen Prozess veranschaulichen sollen, um dir zu zeigen, worin die Schwierigkeit liegen kann. Denn zumindest eins der beiden Szenarien, birgt die Risiken, die sich die meisten Menschen nicht trauen, einzugehen und damit auch die Schwere die aufkommen kann, wenn es darum geht, mit etwas Neuem zu beginnen.

In unserem ersten Beispiel birgt das vermeidlich Neue kein Risiko. Warum nicht mal in ein „neues“ Land reisen, ein „neues“ Hobby ausprobieren, „neue“ Leute kennenlernen usw.?Kein Problem - Für die Mehrheit aller Menschen. Warum ist das so? Ganz einfach! Weil nichts von dem wirklich NEU ist. Es sind die gleichen Schemen und Erfahrungen die wir mit zunehmendem Alter und zunehmender Lebenserfahrung schon dutzendfach durchlebt haben. WIr haben keine Angst, weil wir wissen was passiert. Wir machen folglich nur scheinbar „neue“ Dinge.

Das zweite Beispiel hingegen zeichnet sich durch eine andere Ausgangssituation aus. Wir befinden uns an einem Punkt, an dem wir eigentlich etwas verändern wollen. Sei es die körperliche Veränderung in Form von mehr Sport oder einer Diät, die nicht von statten gehen wird, da Bequemlichkeit, negative Glaubensansätze oder die Gewohnheit dir beigebracht haben, dass du es nicht schaffen kannst, nicht durchhalten kannst oder es nicht zu deinem Leben passt. Jeden Tag gesund kochen, geht nicht, dafür fehlt dir die Zeit wegen deines stressigen Berufs, die Zeit für den Sport hast du nicht, da du auch noch den Haushalt, die Kinder, das Treffen mit Freunden oder sonstige Dinge in deinen Alltag einbauen musst. Warum kurz vor Weihnachten anfangen, wenn das Weihnachtsfest eh bedingt, dass ausgiebig geschlemmt wird?

Dann könnte da noch der Wusch nach beruflicher Veränderung sein.

Aber wirklich den sicheren Job an den Nagel hängen? Du hast dein Leben lang dafür gearbeitet an den Punkt zu kommen, an dem du jetzt stehst, hast vielleicht sogar dafür jahrelang studiert, nur um jetzt festzustellen, dass es dich nicht so wirklich zufrieden macht. Nein das ist es nicht Wert, das Risiko kannst und willst du nicht eingehen. Schließlich hast du laufende Kosten, die du zu begleichen hast, einen Lebensstandard, den du dir erhalten willst…

Du siehst schon, die Liste der Bereiche in diesem zweiten Beispiel könnte ewig fortwähren. Dennoch zeigt sie immer wieder das selbe Schema. Wir umgehen etwas Neues, weil wir Angst davor haben, die Veränderung einzugehen. Weil das Neue und Unbekannte gefährlicher und risikobehafteter zu sein scheint, als das Gewohnte.

Das ist nur allzu natürlich.

Auch ich habe lange gebraucht, um zu verstehen, dass ICH mir dieses Risiko, diesen Schritt ins Unbekannte, dieses Wagnis wert bin. Denn ICH bin was zählt. Denn ICH bin nur einmal. Jede Zeit die in blauer Vorstellung an etwas vergeht, weil ich zu feige bin, endlich zu Beginnen, ist letzten Endes verschwendete Energie. Ich bilde Gedankenkostruke a lá „Was wäre wenn…“ die niemals gelebt, sondern nur gedacht werden und mich ablenken, beeinflussen und sogar auszehren können.

Es gibt viele Situationen in denen ich struggle und mit bewusst machen muss, was mich zögern lässt, aber ich arbeite an mir, ich entwickle mich und ich bin mir bewusst, dass mein Prozess in die Gänge kommt.

Alos es ist total normal, dass nicht immer alle Entscheidungen leicht von der Hand gehen, aber bitte sei dir bewusst, dass du es dir immer Wert sein solltest, ein Risiko einzugehen.