Erwartungshaltung

Wenn es darum geht Erwartungen im Leben zu haben, müssen wir ganz deutlich in zwei Gruppen unterscheiden:

  1. Die intrinsische Erwartung: Also die innerer Erwartung, die wir an uns selber haben.

  2. Die extrinsiche Erwartung: Also die äußere Erwartung, die zwar auch intrinsisch, also aus unserem inneren heraus, motiviert ist, jedoch darauf abzielt, ob unsere Erwartungen von außen, also von Anderen erfüllt werden.

Egal um welche Form der Erwartungshaltung es im folgenden geht, beide fundieren auf dem gleichen Schema. Wir haben in unserem Kopf eine Vorstellung, von der wir wollen, dass ein Ablauf, ein Ziel oder eine Situation genau so verläuft. Das ist das, was wir ERWARTEN. Unserer Vorstellung eines optimalen Verlaufs ist an die Erfüllung der Erwartungen gebunden. In diesem Zusammenhang lassen sich bereits auf den ersten Blick eine Anzahl von Problemen oder möglichen Konfliktsituationen erkennen.

Im folgenden betrachten wir, zur Analyse dieser, die intrinsische und die extrinsische Erwartung getrennt:

1. Intrinsische Erwartung:

Sobald du dir etwas vornimmst, egal wie klein und beliebig es zu sein scheint, hast du unterbewusst bereits eine Erwartung an den Verlauf, der dein Vorhaben zum Ziel führen soll. So kann es beispielsweise nur sein, dass du heute noch einkaufen gehen willst. Die Erwartung an dich selber ist erst dann erfüllt, wenn du an der Kasse stehst und bezahlst. Diese minimalen und alltäglichen Erwartungen an uns selbst sind in der Regel unproblematisch.

Problematisch kann es erst dann werden, wenn eine der folgenden zwei Aspekte hinzustößt:

  1. Du wagst dich auf ein Gebiet, das du noch nie betreten hast und weißt damit nicht, ob du deinen eigenen Erwartungen gerecht werden kannst. So kannst du dir zum Beispiel vornehmen, 10kg abzunehmen, etwas komplett Neues zu lernen oder ein neues Projekt starten.

  2. Du kommunizierst deine Erwartung an Andere. Das bedeutet, dass das Scheitern oder der Erfolg deiner Erwartung an dich selbst nicht mehr nur dich betrifft, sondern eine weitere Person oder Personenkreis dazukommt, der über Erfolg oder Misserfolg urteilen wird. Dadurch erhöht sich automatisch der Druck, den du im Laufe der Zeit verspüren wirst. So kann es zum Beispiel sein, dass du im Beruf ein Projekt übernimmst, und dein Chef oder deine Kollegen bescheid wissen, Freunde und Bekannte mitbekommen, dass du auf Diät bist, usw.

Um intrinsiche Erwartungen möglichst unproblematisch zu gestalten, empfehle ich dir, dir realistische Ziele zu setzen, die durch Etappenziele gestützt werden. Wenn du nicht zu viel von dir selber erwartest, verringert sich die Möglichkeit, dass du von dir selber enttäuscht bist. Zeitgleich pusht es deine Motivation enorm, wenn du eines deiner Etappenziele erreicht hast. Du verspürst nicht so viel Druck und bist nicht enttäuscht von dir selber, wenn deine Ziele erreichbar für dich sind. Und hey, sobald du dein Ziel erreicht hast, kannst du dir immer noch ein Neues setzen :).

2. Extrinsische Erwartung: