Erwartungen an dich selbst

Selbstakzeptanz durch Selbstreflexion

Jeder von uns kennt es, man nimmt sich etwas vor, peilt ein bestimmtes Ziel an oder hat eine Vorstellung davon, wie etwas bestimmtes ablaufen soll.

Kommt es dann nicht so, wie erwartet, sind wir in der Regel enttäuscht, demotiviert und machen uns selber Vorwürfe.

Das hat damit zu tun, das wir in diesem Moment eine Rechtfertigung für unser scheinbares „Versagen“ suchen. Den ersten logischen Ansatz, den unser Gehirn findet, ist häufig der, die Schuld bei uns selber zu suchen. Wir verstricken uns in eine Spirale aus Selbstzweifel und Selbstvorwürfen, ohne auch nur in Betracht zu ziehen, dass wir uns auch auf positive Aspekte unseres „Scheiterns“ fokussieren könnten.

Der Grund dafür liegt in unseren negativen Glaubensansätzen. Häufig schon in unserer Kindheit fundiert, hat jeder von uns Bereiche, die er besonders sensibel verarbeitet. Das heißt einfach nur, dass du in Bezug auf bestimmte Themen schneller mit negativen Gefühlen und Selbstzweifeln reagierst, als in anderen.

So kann es zum Beispiel sein, dass wenn du als Kind immer ärger für ein schlechtes Zeugnis bekommen hast, du heute verstärkt Probleme mit einer schlecht ausgefallenen Uniklausur, oder einem negativen Feedback des Vorgesetzten hast. Du machst dir direkt Vorwürfe…

… nicht dein bestes gegeben zu haben.

… zu dumm zu sein.

… den Anforderungen nicht gewachsen zu sein.

Dies ist nur ein Beispiel, das man beliebig oft auf die unterschiedlichsten Situationen reproduzieren kann.

Fakt ist jedoch, dass diese Denkansätze in der Regel nicht zu Veränderung führen, im Gegenteil, sie bestärken uns in unserer Lethargie etwas zu verändern!

Immer die Ausrede parat, die uns unsere negativen Glaubensansätze vorgeben.

Glaub mir, wenn ich dir sage, der einzige Weg daraus ist es, deine Ansichten bewusst zu hinterfragen. Frage dich ganz fokussiert das nächste Mal, wenn du in eine Situation gerätst, in der du von Selbstzweifeln oder Selbstvorwürfen geplagt bist:

Welche positiven Aspekte kann ich aus der Situation ziehen?

„Ja, ich habe einen Fehler gemach, ABER ich habe daraus gelernt.“

„Ja, ich habe die Zeit nicht einhalten können, ABER dadurch verbessert sich in Zukunft mein Zeitmanagement.“

„Ja diese Leute mögen nicht nicht, ABER ich habe einfach nur noch nicht das richtige Umfeld für mich gefunden.“

„Ja du hast gesagt ich bin hässlich, ABER Attraktivität ist verdammt nochmal subjektiv.“

Ich hoffe du verstehst, was ich damit meine. Nur wenn du beginnst in deinem „Scheitern“ etwas Positives zu erkennen, schaffst du es dich selbst zu akzeptieren. Nur wer Selbstakzeptanz lernt, und JA man muss es lernen, weil wir viel zu lange darauf geprägt wurden, uns immer anzupassen, der schafft es, sich aus dieser Negativspirale zu befreien, neues Selbstbewusstsein aufzubauen und Verantwortung für sein Leben zu übernehmen.